WETTBEWERB KORNHAUSPLATZ GÖPPINGEN, 5. RANG (2015)

Der Entwurf ordnet den Platz bewusst mit wenigen Mitteln: Lediglich die Stellung der Bäume, die Leseinseln sowie ein homogenes Bodenmaterial mit einer dreistufigen Erhöhung im Norden definieren die Raumwirkung des Kornhausplatzes. Entsprechend seiner mittelalterlichen Geschichte soll der Platz mit einem einheitlichen Bodenbelag aus Naturstein (beiger Granit aus dem Schwarzwald) im unregelmäßigen Verband belegt werden. Hierdurch wird der Platz als Ganzes wahrnehmbar und durch den einheitlichen, hochwertigen Bodenbelag werden die Gebäude am Platz, insbesondere das Kornhaus betont. Die Fahrspur im Westen des Platzes ist ebenerdig angelegt und wird durch hellere Steine abgegrenzt. Die Bäume sind an den beiden Längsseiten des Platzes angeordnet. Einerseits werden die Platzseiten so verschattet, wodurch eine hohe Aufenthaltsqualität entsteht und gleichermaßen wird der Blick auf das Kornhaus gerichtet, so dass dieses zum Identitätsmerkmal des Platzes wird. Der nördliche Bereich des Platzes ist im Bereich des Rock-Cafés leicht erhöht, wodurch eine Art Empore für die Außengastronomie des Cafés entsteht, die ebenfalls den Platz zum Kornhaus ausrichtet und einen leichteren Übergang zur Friedrichsbaupassage bietet. Die großzügige Freitreppe stellt eine sichtbare und einladende Geste dar, um die Durchwegung zur Friedrichstraße vom Platz aus wahrnehmbar zu machen.